Forschung an der Schnittstelle zur Praxis

Wir untersuchen, wie Unternehmen den Übergang von ersten KI-Experimenten zu produktivem Einsatz gestalten.

Generative KI kommt im deutschen Mittelstand bislang überwiegend in isolierten Pilotprojekten zum Einsatz. Die Hürden sind selten technologisch, sondern organisatorisch, kulturell und regulatorisch. Über den Erfolg entscheidet Governance-Klarheit, nicht die Leistungsfähigkeit der Modelle.
Ein Beispiel: Generative KI erreicht im deutschen Mittelstand 38 Prozent aller KMU mindestens einmal pro Woche, aber nur 9 Prozent verfügen über eine dokumentierte Governance.


Die Studie untersucht, wie deutsche KMU generative KI wahrnehmen, einsetzen und steuern. Sie verbindet eine systematische Literaturrecherche, eine quantitative Befragung von 134 mittelständischen Unternehmen und qualitative Expert:innen-Interviews.
Die Ergebnisse zeigen, dass GenAI bislang überwiegend in Pilotprojekten zum Einsatz kommt, während eine hohe Verbreitung informeller Nutzung auf bestehende Governance-Lücken verweist. Der Erfolg hängt im Mittelstand primär von Governance-Klarheit und nutzennahen Anwendungsfällen ab, erst sekundär von der Leistungsfähigkeit der Technologie.


Maja C. Willimowski
Consultant Microsoft AI
Unsere Forschung bewegt sich zwischen empirischer Analyse und betrieblicher Anwendung.
Die folgenden Schwerpunkte ziehen sich durch unsere Studien und prägen die Fragen, die wir gemeinsam mit Unternehmen untersuchen.
Einsatzmuster im deutschen Mittelstand
Governance-Strukturen und Kontrollmechanismen
Umgang mit Schatten-KI in Organisationen
Regulatorische Anforderungen nach EU AI Act
Rollenverteilung zwischen Mensch und System
Balance aus Vertrauen, Verantwortung und Autonomie
Kompetenzentwicklung für Mensch-KI-Teams
Sozio-technische Gestaltungsmuster
Transparenz und Erklärbarkeit von Modellen
Integration in bestehende Entscheidungslogiken
Umgang mit Unsicherheit in Prognosen
Verantwortungsteilung zwischen Mensch und System
Das Paper untersucht, wie Führungskräfte KI-gestützte Entscheidungssysteme (AI-DSS) im Supply Chain Management wahrnehmen, und rückt dabei insbesondere die Herausforderungen rund um Vertrauen, Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Einführung solcher Tools in den Fokus.
Auf Basis einer explorativen multiplen Fallstudie mit halbstrukturierten Interviews auf Management-Ebene sowie einem eigens entwickelten ML-Modell zur Vorhersage vorzeitiger Vertragsauflösungen erfasst die Arbeit die sozio-technischen Dynamiken der KI-Adoption im realen Unternehmenskontext.
Die Ergebnisse zeigen ein Zusammenspiel aus rationaler Analyse und intuitiver Entscheidungsfindung: Während KI die Effizienz der Entscheidungsprozesse steigert, erschwert ihre intransparente Natur die Akzeptanz – woraus sich ein sozio-technischer Rahmen für eine erfolgreiche KI-Einführung in Organisationen ableiten lässt.

